Die WiB-Safari

Um wilde Tiere zu beobachten, muss man folgendes ganz besonders gut können: still sein und die Welt mit offenen, wachen Augen betrachten!

Puhh, offene, wache Augen kriegen wir meistens hin, aber still sein??!!!

So gab es zunächst einen Probelauf. Langsam, leise und mit geschärften Blick zogen wir im Gänsemarsch hinter Frau Deleker, unserer WiB-Safarileiterin, her, schauten rechts und guckten links.

Auftrag: Finde so viele unnatürliche Dinge im Wald, wie es geht!

Unnatürliche Dinge? Ja klar, das ist alles das, was nicht in der Natur gewachsen ist, sondern vom Menschen hergestellt wurde. So ist zum Beispiel ein Tisch zwar aus Holz, wurde aber von Menschen gefertigt.

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Es war nicht leicht, die kleinen Gegenstände zu finden. Sie hingen versteckt an Ästen, lagen am Fuße eines Baumes, waren im Moos vergraben oder zwischen Baumrinde gut getarnt. Aber wir fanden fast alles: einen Knopf, einen Anspitzer, eine Haarspange, eine Schere, einen Faden, eine Legofigur, eine kleine Glocke, eine Überraschungseifigur und allerhand anderes. Nur den Nagel, der in einen Baum geschlagen war, den hat keiner von uns gefunden. Aber der war auch wirklich ganz schön klein…und ziemlich weit oben….kaum zu sehen – echt.

Dann ging es endlich zu den Tieren!

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Kleine, sehr kleine und nicht immer niedliche Tierchen. Ausgestattet mit einem durchsichtigen Kästchen und einer Schippe gingen wir auf Safari.

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Da war vielleicht was los!

Vorsichtig gruben wir in der Erde, drehten Steine und Hölzer um, suchten hier und schauten da und hatten am Ende eine wahre Ausbeute an kleinen Krabbeltieren. Wer hätte gedacht, was da alles so kreucht und fleucht?

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Tiere ohne Beine, mit drei paar Beinen, mit vier Paar Beinen und mit was weiß ich wie vielen Beinen. Schnecken, Regenwürmer, Ameisen, Wanzen, Springschwänze, Ohrwürmer, Spinnen, Erdläufer, Saftkugler, Steinkriecher, Asseln und, und, und….

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Nachdem wir sie ausgiebig bewundert oder so manche sich ausgiebig geekelt hatten, ließen wir die Tiere alle wieder an Ort und Stelle frei.

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Eine tolle Sache, es hat uns viel Spaß gemacht.

Und wenn es diese Kribbelkrabbeltiere natürlich auch rund um das Neuenbeker Baumhaus gibt, so hat sich das „Fremdgehen“ durchaus gelohnt!

Danke an Frau Deleker und ihr „grünes Klassenzimmer“!

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Die gelbe Klasse aus Neuenbeken

PS: WiB heißt übrigens Wohnen im Boden 🙂

 

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