Sorgen teilen, Freuden verdoppeln Der neue Grundschulverbund Benhausen-Neuenbeken feiert das erste große Fest

Text und Foto von INGO KALISCHEK
(Neue Westfälische vom 27.04.2015)

Wenn sich zwei Schulen zusammenschließen, müssen Hürden genommen und Hindernisse gemeistert werden. Das wissen auch die Verantwortlichen des neuen Grundschulverbunds Benhausen-Neuenbeken. Wie toll sich die Kinder bereits an die neue Situation gewöhnt haben, wurde während des Schulfests deutlich, das am Samstag in der Beketalhalle stattfand.

Alle 180 Schulkinder versammelten sich zum Schulfest auf der Bühne und sangen gemeinsam lang einstudierte Lieder. Minutenlang standen sie in aller Seelenruhe eng gequetscht nebeneinander, um dann gekonnt abwechselnd im Chor zu singen. Die neue Schulleiterin Sabine Peters zeigte sich „tief beeindruckt“ und auch der Vorsitzende der Elternschaft, Wilfried Fuchs, brachte es auf den Punkt:
„Beide Orte haben schon immer eine besondere Beziehung zueinander gehabt. Man neckt sich auch mal. Aber was uns diese Kinder heute vormachen, können wir Eltern auch schaffen“, sagte Wilfried Fuchs und fügte an: „Hier können die Erwachsenen von ihren Kindern lernen.“

Seit dem 1. August 2014 besteht der neue Grundschulverbund. 180 Schüler in insgesamt acht Klassen werden von 15 Lehrerinnen unterrichtet. Der Standort Neuenbeken ist bereits im zweiten Jahr jahrgangsübergreifend. Und auch Benhausen zieht zum neuen Schuljahr nach. Neue Leiterin ist seit November Sabine Peters. Sie war zuvor zehn Jahre lang Konrektorin im Grundschulverbund Riemeke-Theodor. In Benhausen-Neuenbeken wird Peters ab sofort von Marion Küting-Varges unterstützt, die passend zum Schulfest ihre Urkunde als neue Konrektorin erhielt.

Sabine Peters ist vom Gelingen der neuen Schulform überzeugt: „Der Verbund ist eine Bereicherung für uns. Wir wollen unsere Sorgen teilen und die Freude verdoppeln.“ Vor allem im Sport – beim Schwimmbadwettbewerb und beim Fußball – klappte die neue Partnerschaft von Anfang an gut. Wichtig ist der neuen Rektorin auch, die Traditionen beider Schulen zu erhalten: in Form von Theaterbesuchen, Schlittschuhlaufen oder den Festen zu St. Martin und Nikolaus.

Das Schulfest am vergangenen Samstag wurde aufgrund des wechselhaften Wetters in der Beketalhalle ausgetragen. Unzählige Kuchen, Bratwürste und Getränke gab es für die Besucher. Die Kinder konnten sich in einer riesigen Hüpfburg in der Turnhalle amüsieren. Sabine Peters dankte zum Schluss allen helfenden Händen, die den Verbund ermöglicht haben und lobte die „großartige“ Elternschaft.

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